Randnotizen: Fünfte Ausgabe
Randnotizen: Fünfte Ausgabe
Liebe Leserinnen und Leser,
diesen Monat geht es darum, wie so ein Lektorat bei mir eigentlich abläuft. Außerdem habe ich mich zum Thema KI und Urheberrecht weitergebildet. Und wie immer gibt es meine aktuelle Leseliste!
Falls ihr Anregungen oder Rückmeldungen zu diesem Newsletter habt, meldet euch gerne bei mir! Alle bisherigen Newsletter könnt ihr wie gewohnt auf meiner Webseite nachlesen.
Herzliche Grüße,
Eure Teresa Johnson
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Teresa Johnson, Ph.D. 姜心悦
Deutsch (Muttersprache), Englisch, Chinesisch
Lektorat Johnson
Leistungen: Lektorat, Korrektorat, Übersetzung
Spezialisierung: Wissenschaftliches Arbeiten, Sachtexte
Tips von Eurer Lektorin
Wie läuft ein Lektorat ab?
In meinem Alltag als Lektorin habe ich mit vielen unterschiedlichen Texten und Textarten zu tun. Daher unterscheidet sich die Herangehensweise ein wenig von Projekt zu Projekt. Trotzdem gibt es natürlich gewisse Gemeinsamkeiten im Ablauf eines Lektorats.
Grundsätzlich funktioniert das wie folgt:
1. ANFRAGE. Du sendest mir eine E-Mail mit deiner Anfrage an info@lektorat-johnson.de und reichst idealerweise gleich deinen Text mit ein. Die Einsicht in deinen Text hilft mir dabei, dir ein konkretes Angebot zu erstellen.
2. ABSPRACHE. Nach deiner Anfrage klären wir weitere offene Fragen und das weitere Vorgehen. Je nach Wunsch findet die Absprache in einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail statt.
3. PROBELEKTORAT. Ein Probelektorat vermittelt dir einen ersten Eindruck in meine Arbeitsweise. Für mich ist es hilfreich, um den Arbeitsaufwand für dein Projekt einzuschätzen. Zum Pauschalpreis lektoriere ich deinen Text eine Stunde lang und bespreche im Anschluss mein Feedback mit dir.
4. ANGEBOT. Zusammen mit dem Probelektorat erhälst du von mir ein konkretes Angebot für das gesamte Lektorat. Du entscheidest dann in Ruhe, ob du das Angebot annehmen willst und informierst mich dann über deine Entscheidung. Wenn du mich für das Gesamtlektorat beauftragst, wird das Probelektorat auf den Gesamtpreis angerechnet.
5. ZAHLUNG. Bei kleineren Aufträgen beginne ich mit der Lektoratsarbeit nach Eingang der Zahlung oder nach Vorlage eines Zahlungsnachweises. Bei größeren Aufträgen ist eine Zahlung in Raten (z.B. Abschlags- und Schlusszahlung) verhandelbar.
6. LEKTORAT. Zum vereinbarten Termin erhälst du fristgerecht den lektorierten Text von mir. In einem abschließenden Gespräch besprechen wir mein Feedback zu deinem Text.
Da jedes Projekt seine individuellen Anforderungen mit sich bringt und unter Umständen eine leicht abgeänderte Herangehensweise erfordert, sprechen wir jeden Schritt miteinander ab. Das betrifft insbesondere auch alle Absprachen darüber, welche Leistungen im Lektorat genau enthalten sind. Doch dazu später mehr in einer neuen Ausgabe der Randnotizen.
Asienwissenschaften
Wichtiger Teil aller wissenschaftlicher Arbeiten ist das korrekte Zitieren. In den Asienwissenschaften und insbesondere der Sinologie weit verbreitet ist das Zitieren basierend auf dem The Chicago Manual of Style, oft auch kurz als Chicago bezeichnet. Daher möchte ich euch anhand von wechselnden Beispielen zeigen, wie man in diesem Zitierstil die gängigsten Textarten zitiert.
Zitieren mit dem Chicago-Stil: Buchbesprechung
In der Fußnote:
1. Maura Elizabeth Cunningham, „The Character of Chinese Computing“, Buchbesprechung von The Chinese Computer: A Global History of the Information Age, von Thomas S. Mullaney, Los Angeles Review of Books, 01. Dezember 2024.
2. Aurelia Campbell, „Growing and Knowing in the Gardens in China“, Buchbesprechung von Growing and Knowing in the Gardens in China, herausgegeben von Phillip E. Bloom, Nicholas K. Menyzies und Michelle Bailey, The Journal of Asian Studies 85.1 (2026), 191.
Verkürzte Fußnote (bei erneuter Nennung):
3. Cunningham, „The Character of Chinese Computing“.
4. Campbell, „Growing and Knowing in the Gardens in China“, 192.
Im Literaturverzeichnis (alphabetisch sortiert):
Campbell, Aurelia. „Growing and Knowing in the Gardens in China“. Buchbesprechung von Growing and Knowing in the Gardens in China, herausgegeben von Phillip E. Bloom, Nicholas K. Menyzies und Michelle Bailey. The Journal of Asian Studies 85.1 (2026).
Cunningham, Maura Elizabeth. „The Character of Chinese Computing“. Buchbesprechung von The Chinese Computer: A Global History of the Information Age, von Thomas S. Mullaney. Los Angeles Review of Books, 01. Dezember 2024.
*Im Literaturverzeichnis einer wissenschaftlichen Arbeit würde man die einzelnen Einträge typischerweise zusätzlich durch hängende Einzüge visuell voneinander absetzen.*
Hier hätte sich ein Lektorat gelohnt…
Die folgenden Beispiele stammen aus verschiedenen Medien, die mir im Arbeitsalltag und in der Freizeit begegnen, mal auf Deutsch, mal auf English. Sie verdeutlichen, dass so mancher Text (und auch manches gesprochene Wort) vor der Veröffentlichung von einem Lektorat profitiert hätte. Mir geht es hier aber nicht darum, andere bloßzustellen. Daher nenne ich nur das Genre oder Medium, nicht aber die konkrete Person oder die Quelle, der die Beispiele zuzuordnen sind.
(Leider) so gelesen und gehört:
- TV (PRIVATSENDER): Das Grosse Oster-Special [Rechtschreibung]
- TAGESZEITUNG: Solche Segnungen hatte Ende 2023 mit Einschränkungen der inzwischen verstorbene Papst Franziskus erlaubt. [Satzbau]
- WEBSEITE EINES MUSEUMS: More Informations [Pluralbildung eines unzählbaren Wortes]
Was ich im Mai lese:
Wissenschaftliches
- Struggling for Legitimacy: Spirit-writing and Redemptive Societies in Republican China von Matthias Schumann. Brill, 2026.
Freizeitlektüre
- Jane Eyre von Charlotte Brontë. Hörbuchfassung (Deutsch), ARD Sounds, 2025. Ein Bildungsroman über das Waisenmädchen Jane Eyre, das unter prekären Umständen im England des 19. Jahrhunderts aufwächst und trotz aller Schwierigkeiten zu einer ehrbaren, liebenswürdigen und moralisch integeren Frau heranwächst.
- Tsunenos Reise: Eine moderne Frau im Japan des 19. Jahrhunderts von Amy Stanley. Ins Deutsche übersetzt von Elisabeth Liebl. Rowohlt, 2021. Diese Biografie, die eigentlich ein Geschichtsbuch ist, erzählt sowohl die Geschichte Tsunenos als auch die Geschichte Tokyos und Japans anhand von Briefen, die die Autorin in ihrer Forschungsarbeit ausgewertet hat.
- Atlas of the Heart: Mapping Meaningful Connection and the Language of Human Experience von Brené Brown. Randomhouse, 2021. Dieser Atlas benennt über achtzig menschliche Emotionen und hilft dabei, sie zu erkunden – anhand von Erklärungen, Beispielen und praktischen Tips. Dabei verhilft das Buch seinen Leserinnen und Lesern zu etwas mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander und mit sich selbst.
∗Die Auflistung der Texte in diesem Abschnitt des Newsletters basiert nicht auf den Regeln des Chicago-Stils.∗
Anstehende Termine
Mai 2026
Veranstaltung: KI und Urheberrecht in der Kulturproduktion
Eigentlich gehört dieser Termin noch in den vergangenen Monat: In der letzten April-Woche habe ich mich in einem Seminar der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg mit anderen Fachkräften aus der Kulturbranche zum Thema KI und Urheberrecht weitergebildet. Mein hier erworbenes Wissen gebe ich nun natürlich gerne an meine Kundinnen und Kunden weiter.
Bei Fragen oder Rückmeldungen zu diesem Newsletter: Schreibt mir einfach an info@lektorat-johnson.de!
Wenn ihr euch mit mir vernetzen wollt, schickt mir gerne eine Kontaktanfrage per LinkedIn!
Interesse an meinem Lektorat?
Wie wäre es mit einem Probelektorat?
Wenn du meinen Arbeitsstil als Lektorin kennenlernen möchtest, ist ein Probelektorat die perfekte Lösung. Ich lektoriere deinen Text exakt eine Stunde lang. Danach erhälst du den lektorierten Text zurück und wir besprechen mein Feedback für dich in einem Telefonat oder Videocall.
