Randnotizen: Erstausgabe

Teresa Johnson, Ph.D.

Sprach- und Kulturexpertin. Menschen verbinden auf Deutsch, Englisch und Chinesisch.

09. Februar, 2026

Randnotizen: Erstausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen! In diesem Newsletter erfahrt ihr regelmäßig Neues aus meiner Welt des Lektorierens und Übersetzens.

In meinen Randnotizen gebe ich euch Einblicke in meine Arbeitsweise als Lektorin und Übersetzerin und versorge euch mit Tips fürs Texteschreiben. Hoffentlich kann ich euch sogar dabei helfen, eure eigenen Texte mit anderen Augen zu sehen.

Ich freue mich, euch zu meinen Leser:innen zählen zu dürfen und bin gespannt darauf, wie ihr meine Randnotizen aufnehmt!

Herzliche Grüße,

Eure Teresa Johnson


Teresa Johnson, Ph.D. 姜心悦
Deutsch (Muttersprache), Englisch, Chinesisch

Lektorat Johnson
Leistungen: Lektorat, Korrektorat, Übersetzung
Spezialisierung: Wissenschaftliches Arbeiten, Sachtexte

Tips von Eurer Lektorin

Schreiben, schreiben, schreiben…

Wenn wir Texte schreiben, denken wir häufig, dass wir einfach alles der Reihe nach und in einem Fluss aufschreiben. Wenn wir dabei ins Stocken geraten, stellt sich schnell Frustration ein. Wir stellen uns vielleicht sogar die Frage, ob Schreiben vielleicht einfach nicht unser Ding ist. Moment mal! Das ist ein Trugschluss. Denn Schreiben ist ein (manchmal sehr langer) Prozess – ein Denkprozess. Das Geschriebene zu überdenken und zu überarbeiten ist absolut lohnenswert! Das Ergebnis danach ist ganz sicher besser als der erste Entwurf.

Asienwissenschaften

Wichtiger Teil aller wissenschaftlicher Arbeiten ist das korrekte Zitieren. In den Asienwissenschaften und insbesondere der Sinologie weit verbreitet ist das Zitieren basierend auf dem The Chicago Manual of Style, oft auch kurz als Chicago bezeichnet. Daher möchte ich euch anhand von wechselnden Beispielen zeigen, wie man in diesem Zitierstil die gängigsten Textarten zitiert.

Zitieren mit dem Chicago-Stil

In der Fußnote:

Rania Huntington, Ink and Tears: Memory, Mourning and Writing in the Yu Family (University of Washington Press, 2018), 56-57.
Klaus Mühlhahn, Geschichte des Modernen China: Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart, 3., erweiterte und aktualisierte Auflage (C.H.Beck, 2025), 85-86.

Verkürzte Fußnote (bei erneuter Nennung):

Huntington, Ink and Tears, 149.
Mühlhahn, Geschichte des Modernen China, 88.

Im Literaturverzeichnis (alphabetisch sortiert):

Huntington, Rania. Ink and Tears: Memory, Mourning and Writing in the Yu Family. University of Washington Press, 2018.
Mühlhahn, Klaus. Geschichte des Modernen China: Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart. 3., erweiterte und aktualisierte Auflage. C.H.Beck, 2025.

So schreibt man besser nicht…

Die folgenden Beispiele stammen aus verschiedenen Medien, die mir im Arbeitsalltag und in der Freizeit begegnen, mal auf Deutsch, mal auf English. Sie verdeutlichen, dass so mancher Text (und auch manches gesprochene Wort) vor der Veröffentlichung von einem Lektorat profitiert hätte. Mir geht es hier aber nicht darum, andere bloßzustellen. Daher nenne ich nur das Genre oder Medium, nicht aber die konkrete Person oder die Quelle, der die Beispiele zuzuordnen sind.

 

(Leider) so gelesen und gehört:

  • Rezeptbuch: „Im Herbst ist der Pfälzer Wald ist voll von Kastanien.“
  • TV, Privatsender: „…das ist durch die Nervosität geschuldet“
  • LinkedIn-Diskussion: dabei handelt es sich um „Zahlenorientierte Bereiche“

Was ich im Februar lese

Wissenschaftliches / Academic Works

  • Games and Play in Chinese & Sinophone Cultures (2025), von Li Guo, Douglas Eyman, and Hongmei Sun (Hrsg.)
  • Digitalisierung Made in China: Wie China mit KI und Co. Wirtschaft, Handel und Marketing transformiert (2021), von Alexandra Stefanov, Claudia Bünte, Till-Hendrik Schubert
  • „Gendering Tang and Chosŏn Poetics in Late Ming China“, von Peng XU 徐芃, Harvard Journal of Asiatic Studies, Vol. 85.1 (2025)

Freizeitlektüre / Recreational Reading

  • Gut gegen Nordwind (2008), von Daniel Glattauer
  • Green Island (2016), von Shawna Yang Ryan
  • The Ocean Calls: A Haenyeo Mermaid Story (2020), geschrieben von Tina Cho, illustriert von Jess X. Snow

Anstehende Termine

Februar 2026

Stuttgarter Buchmesse, Samstag, 28.02.2026

Der Verband freier Lektorinnen und Lektoren (VFLL) hat einen Stand auf der Stuttgarter Buchmesse und ist dort vertreten durch seine Regionalgruppe Baden und Württemberg. Ich bin gespannt auf einen bereicherndenTag mit vielen Besucher:innen und meinen netten Kolleginnen und Kollegen des VFLL!

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Wie wäre es mit einem Probelektorat?

Wenn du meinen Arbeitsstil als Lektorin kennenlernen möchtest, ist ein Probelektorat die perfekte Lösung. Ich lektoriere deinen Text exakt eine Stunde lang. Danach erhälst du den lektorierten Text zurück und wir besprechen mein Feedback für dich in einem Telefonat oder Videocall.

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